TRANSPERSONALE PERSONEN-
ZENTRIERTE BEGLEITUNG und PSYCHOTHERAPIE

Schon Karlfried Graf Dürckheim hat jenen Moment ganz besonderer Qualität, in dem sich ein Einbruch einer anderen Dimension in  die gewöhnliche Welt meldet, beschrieben, den jeder irgendwann einmal erlebt hat - bewusst oder unbewusst. Solche Seins-fühlungen kann man überall erleben, insbesondere in der Natur, der Kunst  oder der Erotik. Grössere Seins-erfahrungen macht man in jenen Bereichen, in denen die Hauptängste der Menschheit liegen : Angst vor Zerstörung (Krankheit, Tod), Angst vor Sinnlosigkeit (Absurdität), Angst vor Alleinsein (Ausgestossen- oder Verlassensein). Erfahrungen in diesen Bereichen sind Zeichen einer Realität, die für den Menschen nicht rational fassbar ist.

In solch aussergewöhnlichen Situationen kann eine "Transpersonale Begleitung oder Psychotherapie" eine Hilfe auf dem persönlichen Entwicklungsweg sein.  Diese Unterstützung bezieht sich nicht nur auf körperliche, emotionale, rationale und systemische Bereiche, sondern  auch auf  "mystisch-spirituelle" Seins-Bereiche und auf Lebenskrisen, die mit Seins-Erfahrungen in Zusammenhang stehen.

Die Hauptmerkmale der Transpersonalen -Personenzentrierten Psychotherapie sind die Personenzentriertheit (Carl Rogers) und die  körperliche Erlebensbezogenheit (Gene Gendlin) einerseits, sowie die Verankerung im transpersonalen Bewusstseinsraum andererseits.
Die Transpersonale -Personenzentrierte Begleitung und Psychotherapie ist als Prozess ("MTK-prozess")  mit 3 Aspekten zu verstehen:
 Meditation - Transformation- Kommunikation.

Meditation bedeutet Aktivität ("loslassen" , sich entspannen - "sich niederlassen", richtig sitzen und atmen, sich zentrieren - "sich einswerdenlassen", sich innerlich öffnen und horchen) und Passivität zugleich (empfangen).

Transformation bedeutet , zunächst der inneren Stimme, die sich in unserem oft überhörten Körpererleben und den inneren Empfindungen ausdrückt, Raum, Zeit und Gehör zu verschaffen  (Focusing nach Gene Gendlin). Diese sagt uns vieles über unsere innere Weisheit, die oft durch unsere Gedanken und Emotionen verborgen ist. Beide, der Begleitete und der Begleiter versuchen diesen Kontakt herzustellen. Die Haltung des Begleiters ist gekennzeichnet durch Achtsamkeit sich selbst und den anderen gegenüber, durch Empathie und durch aktives Zuhören (spiegeln, nachfragen ...).  Diese Methode hat den Vorteil, dass sie nicht mit fixen Schemata und Konzepten arbeitet, sondern  immer dem sich wandelnden Prozess folgt und dem sich gerade im Hier und Jetzt  Entwickelnden zuwendet. Die aus dem impliziten Erleben heraustretenden Körperempfindungen helfen die Frage zu beantworten: "Was brauch ich jetzt?" Das kann ein mitfühlender Zuhörer sein, aber auch die Möglichkeit  zu malen, sich zu bewegen , sich körperlich auszudrücken, der Wunsch gehalten   oder berührt zu werden, sich gefühlsmässig auszudrücken (weinen, lachen, schreien) oder einfach gemeinsam in Stille dazusein.

Kommunikation bedeutet, das Erlebte in die Alltagswirklichkeit zu integrieren. Zuerst geschieht dies in Form eines Gespräches im Austausch mit dem Begleiter.  Aus der neugewonnenen Perspektive heraus gilt es eingefahrene Gewohnheiten zu verändern. Die  Erkenntnisse müssen sich sowohl innerlich  wie auch  äusserlich, im  Individuellen und im Sozialen (Beziehungen)  bewähren. Sorgfältig ausgesuchte Üebungen , "Hausaufgaben" oder Tagebücher können den Prozess unterstützen.

Die genannten Aspekte sind nicht als sture Abfolge zu verstehen, sondern sie   ergänzen  sich gegenseitig  im Laufe des Entwicklungsprozesses.

Die beschriebene Arbeit  kann  sowohl in Form einer Gruppenbegleitung  (MTK-Angebot : siehe unten) als auch in Form einer individuellen Transpersonalen-Personenzentrierten  Psychotherapie erfolgen . Sie ist gedacht für Menschen, die ihre Lebenskrisen nicht nur beseitigen wollen, sondern Erkenntnisse daraus gewinnen und in einem bewussten  Entwicklungsweg integrieren wollen.

"Main Transpersonale Käer"
(MTK-Lëtzebuerger Gesellschaft fir Transpersonal Psychologie)
betreibt ein Not-und Informationstelefon
710629

für Menschen in Krisen, die in ihrem Leben keinen Sinn mehr finden, die Ängste und Depressionen haben, die sie nicht einordnen können, die innere Erlebnisse haben, die sie sich nicht trauen anderen mitzuteilen, aus Angst für "verrückt" erklärt zu werden usw. Sie können von Laienhelfern begleitet werden und sich in offenen Gruppen treffen , wo sie Gesprächspartner finden, die ihre Anliegen ernstnehmen, ihnen zuhören und sie nicht gleich negativ bewerten und abstempeln. Ein Therapeutenkreis stützt diese Arbeit.  Eine Weitervermittlung an Ärzte, Therapeuten, Psychologen, Zentren und Kliniken, wo professionelle Hilfe angeboten wird, ist möglich.

Suchenden auf dem Erkenntnisweg werden folgende Möglichkeiten geboten: