AUSTAUSCH über
„LEBENS- und SINNFRAGEN“

Erleben, dass geteiltes Leid
halbes Leid sein kann,
und geteilte Freude doppelte Freude.


Diese Gruppe trifft sich jeweils am
ersten Dienstag im Monat um 20 Uhr
in Goetzingen, 2 rue du Windhof (Dr. Stauder)
Türe rechts  im Bogentor,  2. Stockwerk.
Sie ist offen für jeden, der dazu kommen will.
 
 

Sie versteht sich als Selbsterfahrungsgruppe, in der Menschen, in eigener Verantwortung bleibend,  sich gegenseitig in ihrem Selbsterkennungs-, Selbstfindungs- und Heilungsprozess unterstützen können.
 

Koordinatorin der Gruppe: Marie-Rose Fritz
 

Informationen unter (00352) 710 629 oder mtk@mtk.lu

Teilnahmebedingungen:

Kostenbeteiligung: 3 €, Mitglieder frei

Jede/r Teilnehmer/in trägt durch seine/ihre freiwillige Teilnahme die volle Verantwortung für sich selbst.  Er/sie kommt für verursachte Schäden selbst auf und stellt den MTK von allen Haftansprüchen frei.


Anliegen der Gruppe und Ablauf eines Abends

Wenn wir zusammen kommen, gehen wir erst eine kurze Zeit in die Stille, um Abstand vom Alltag zu bekommen und in Ruhe in unsere momentanen Gefühle hineinhorchen zu können.

In einer ersten Runde erzählt jede/r kurz von seiner augenblicklichen Befindlichkeit, womit er/sie hergekommen ist, und ob er/sie ein spezifisches Anliegen für diesen Abend hat. Die andern hören zu.

Danach kann jeder der will, sich melden um in ein Thema, Anliegen oder Problem tiefer einzusteigen. Es können Erfahrungen ausgetauscht, Meinungen und Ansichten verglichen, Gefühle in Worte gebracht und so differenziert werden. Es kann einfaches Mitteilen und Zuhören sein, es kann aber auch zu Diskussionen kommen oder emotionale Prozessarbeit geleistet werden.

Es geht um Lebens- und Sinnfragen, wobei die Themenstellungen nicht a priori problemorientiert sein müssen. Was berührt mich in meinem Innersten? Kann ich das auch ausdrücken? Was möchte ich verstärken, ausarbeiten, ins Bewusstsein heben? In welchen Bereich möchte ich mich hinein fühlen und traue mich vielleicht in der Gruppe etwas mehr als allein. Was möchte ich von mir mitteilen? Das können unverarbeitete Verletzungen, Ängste und Probleme sein, genau so gut aber auch vergessene Freuden und Glücksmomente, sowie Wünsche oder Visionen, die ins Bewusstsein gebracht werden möchten. Heilung kann geschehen, wenn vergangenes, abgespaltenes Heil und Unheil ins Bewusstsein gehoben, mit Liebe angenommen, mit Dankbarkeit bedacht und so zu neuen lebensspendenden Quellen gemacht werden.

Jede/r sollte sich bemühen keine ungebetenen Ratschläge oder Rezepte zu verteilen, sondern durch Nachfragen und Klarstellen helfen das Vorgetragene zu erweitern und zu vertiefen. Dies ist als Hilfestellung gedacht, damit der oder die Betreffende/r eigenständig, für sich selbst, seinen individuellen Lösungsweg suchen und finden kann.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass, selbst wenn ein Einzelner diesen Hauptteil des Abends mit „seinem Thema“ auffüllt, die anderen Teilnehmer  sich trotzdem mit ihrem ganzen Sein einbringen können. Wie geht es mir einerseits, wenn ich für längere Zeit im Mittelpunkt des Geschehens bin und andererseits, wenn ich mich ganz auf jemanden einlasse? Kann ich das? Was macht das mit mir? Was klingt in mir an, wenn ich sehr tief ins Zuhören und Lauschen hineingehe? Und ich kann trotzdem zurück zu mir gehen und nachsehen, was ich zu tun habe mit dem was ich höre?

Zum Abschluss gibt es eine ähnliche Runde wie zu Beginn, in der jeder die Möglichkeit hat, sich kurz darüber mitzuteilen, wie es ihm jetzt geht, eventuell auch klar zu stellen, ob für ihn etwas Wichtiges dabei war oder was er sonst für sich mit nach Hause nimmt.

Zwischendurch kann es immer wieder wichtig sein, Momente der Stille einzulegen, damit die Kommunikation eine meditative Qualität behält. Es ist wohltuend sich Zeit zu nehmen, Dinge ins Bewusstsein kommen zu lassen, es ist  bereichernd, Stille auszuhalten und wirken zu lassen. Kommunikation und Austausch gibt es nicht nur, wenn geredet wird.

In die Langsamkeit gehen, nicht sofort reagieren, nochmals hinhören, nachspüren, sich immer tiefer auf den anderen einlassen oder aber auf sich selber, möglichst nicht anfangen zu interpretieren oder zu bewerten, sind zusätzliche wichtige Vorgehensweisen um zu tiefer liegenden Schichten unseres Seins vordringen zu können.

Je achtsamer wir mit unseren Kommunikationsmöglichkeiten umgehen, desto leichter können neue Räume des Zusammenseins erschlossen und feinstofflichere Formen des Austausches erfahren werden.