Die Erziehung zu immer mehr und neuem Konsum und zu einer unnatürlichen Wachstumsideologie hat eine Hauptursache in unserem Geldsystem. Dieses ist kein Naturzwang, sondern ein Produkt der Menschen und könnte jeder Zeit von ihnen verändert werden. Doch weder die Lehrer noch die Politiker sagen uns, dass die Fehlstrukturen innerhalb unseres Geldsystems weitreichende Auswirkungen auf den ökologischen und sozialen Bereich, sowie auf die Problemfelder "leere Kassen", "Arbeitslosigkeit" oder "Wachstumszwang" haben. Wer weiss schon, dass im Durchschnitt über ein Drittel aller Preise aus Zinsen- und Zinseszinsenrückzahlungsverpflichtungen der an der Entstehung der Konsumgüter Beteiligten besteht; ein Umstand der die Reichen immer Reicher und gleichzeitig die Armen immer ärmer macht ? Wer weiss schon, dass weit über 90% des Geldflusses mit wirtschaftlicher Produktion und Dienstleistungen, die ja den Geldwert erst ausmachen, nichts mehr zu tun hat und rein spekulativer Natur ist ? Wer sagt uns, dass die Überverschuldung der Staaten, allen voran der USA, in einem Masse zunimmt, dass das globale Finanzsystem ein schleichender Vulkan ist, der jederzeit einen Crash produzieren kann ... auch bei uns ?
Was ist zu tun ? Der Umbau des globalen Finanz- und Monetärsystems müsste auf der internationalen Agenda eine absolute prioritäre Stellung einnehmen. Dann müssten die in der Lissabonstrategie der EU vorgegebenen Ziele in Bezug auf Forschung und Bildung, letztlich der Basis jeder parlamentarischen und direkten Demokratie, endlich konkretisiert werden.
Geniesst eine Bildung und Erziehung, die den Fähigkeiten aller
Kinder zur optimalen Verwirklichung verhilft und ihnen ermöglicht,
diese in den Dienst ihrer persönlichen Entfaltung und der ihrer Mitmenschen
zu stellen, wirklich in der Alltagspraxis den ihr gebührenden Stellenwert
? Ich fürchte Werbung und TV genügen dazu nicht !