„Alternatives“ Alternativsparkonto?

Wo kann man nicht benötigtes Geld sinnvoll „parken“? Die Auswahl ist  gross, keiner will „Parkgebühren“, sondern alle bieten Zinsen und Gewinn an ! Immer wieder lese ich in irreführenden Werbungen die Aussage, dass Geld „wachsen“, „sich vermehren“ oder „für mich arbeiten“ soll. Ich hatte aber kürzlich in dem Buch « Das Geld Syndrom » von Helmut Creutz folgenden Text gelesen : „Mit solchen Anzeigen und Aussagen werden jedoch nur Illusionen geweckt und die Realitäten verschleiert. Denn in Wirklichkeit hat noch niemand arbeitendes Geld gesehen. Arbeit wird immer nur von Menschen geleistet , mit oder ohne Hilfe von Gerätschaften, Einrichtungen und Maschinen... ‚Ohne einen Finger krumm zu machen’ , kann man nur dann zu Geld kommen, wenn dieses Geld einem anderen genommen wird. Und zwar einem, der seine Finger krumm machen oder seinen Kopf anstrengen musste. Das heisst, immer dann, wenn jemand ohne eigene Leistung Geld erhält, ist das einem anderen aus der Tasche gezogen worden. Eine geheimnisvolle dritte Möglichkeit zur Deckung leistungsloser Einkünfte gibt es nicht.“

Menschen die arbeiten, werden also in dem Maße ärmer, wie sich die Erträge aus Geldvermögen, derjenigen die mehr haben als sie verbrauchen, vergrössern. Diese Art der Betrachtung wird in der Werbung nur allzu gern bedeckt gehalten.

Nun staunte ich nicht schlecht als ich im „Alterfinanz“(Etika)-Info no 10 in dem Artikel über den grünen Kapitalmarkt folgendes las: „...immer mehr Anleger wollen nicht nur wissen, wie, sondern auch, wo ihr Geld arbeitet. Dabei muss man keineswegs auf Rendite verzichten; oft kann man sogar besser abschneiden als der Gesamtmarkt.“ Dass das grüne Geldmäntelchen herhalten muss, um den Leuten das Übliche anzudrehen, fand ich beschämend. Kein Wunder, dass ein deutsches Institut für Ökologie vor kurzem in einer Presseinformation schrieb, dass seit Jahren mit dem Umweltschutz Profit gemacht wird, und dass der ursprüngliche und richtige Gegensatz von Profitmaximierung und Umweltschutz verlorengegangen sei.

Leute die sich um das Thema Geld „bewusster“ machen wollen, empfehle ich die Bücher von Bernard Lietaer „Das Geld der Zukunft“ (1999), „Mysterium Geld“ (2000) und „Die Welt des Geldes“(2001), ebenso dasjenige von Udo Herrmannstorfer über die „Scheinmarkwirtschaft“.  Diejenigen die dann auch noch den Austausch hierüber wünschen, können dies in der Arbeitsgruppe „Geld, Demokratie und ich“ tun.  (Information und Daten der für alle offenen Treffen : 71 06 29 oder www.mtk.lu/idee).

Mit freundlichen Grüssen, ein „Alternativ“sparer